Erste Genossenschaftsreise macht Lust auf Meer

Die erste Genossenschaftsreise der TEN eG führte uns im April 2016 mit 18 Personen auf die traumhaft schöne Blumeninsel im Atlantik: Madeira. Die gemeinsamen Wanderungen, Ausflüge und Gastronomiebesuche werden viele von uns sicher noch lang in Erinnerung behalten. Für alle Daheimgebliebenen gibt es einen kurzen Reisebericht, der vielleicht bei dem einen oder anderen das Fernweh weckt. Die nächste Genossenschaftsreise ist schließlich schon fest geplant.

Nach einem ruhigen und entspannten Flug von Düsseldorf nach Funchal auf Madeira erwartete uns unser örtlicher Reiseleiter Marco im Empfangsbereich des Flughafens. Gemeinsam fuhren wir mit dem Bus zu unserer Unterkunft, wo mit einem köstlichen Willkommenstrunk auf die glückliche Anreise angestoßen wurde.

Tägliche Ausflüge zu den schönsten Ecken der Insel

Unser erster Ausflugstag startete mit einem Spaziergang durch die malerische Hafenstadt Funchal. Nach dem Besuch der Markthalle, in der es zu Hauf die tollsten Blumen und exotische Früchte zu sehen gab, ging es weiter zum hoch über Funchal gelegenen Botanischen Garten. Ein weiterer kurzer Spaziergang führte uns in Madeiras älteste Weinkellerei, wo wir eingeladen wurden, die verschiedenen Weine zu probieren.

Der zweite Ausflug führte uns in den westlichen Teil der Insel, in das Fischerdorf „Câmara de Lobos“. Von hier aus fuhren wir zum Aussichtspunkt Cabo Girão, der höchsten Steilküste Europas. Leider war die Sicht an diesem Tag durch tiefhängende Wolke getrübt, sodass wir eine nicht ganz so spektakuläre Aussicht hatten wie erwartet. Entlang der wildromantischen Nordküste mit ihren zahlreichen Wasserfällen fuhren wir schließlich weiter, bis wir den nordwestlichsten Punkt der Insel erreichten: Porto Moniz. Der Ort ist bekannt für seine aus Lavagestein bestehenden, einzigartigen Naturschwimmbecken. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Porto Moniz ging es dann über steile, sich durch die Landschaft schlängelnde Straßen, nach Calheta, der sonnenreichsten Gegend Madeiras. Dort angekommen genossen wir den einen oder anderen Kaffee im angekündigten Sonnenschein, bevor wir uns schließlich auf die Rückfahrt nach Funchal machten.

Nach einem ausflugsfreien Tag starten wir am Montagmorgen in Richtung Pico de Barcelos, von wo wir die Stadt Funchal wunderbar überblicken konnten. Weiter ging die Fahrt über teilweise abenteuerliche Bergstraßen mit atemberaubender Kulisse ins Nonnental, dem tiefst gelegenen Tal Madeiras. Nach einer Besichtigung von Blandys Garten, einem der schönsten Gärten der Insel, starteten wir unsere erste Levadawanderung nach Monte. Levadas sind angelegte Bachläufe, die die gesamte Insel durchziehen und als natürliche Wanderrouten fungieren. In Monte erwartete uns zur Abrundung des ereignisreichen Tages die traditionelle Korbschlittenfahrt. In rasanter Fahrt ging es für uns abwärts Richtung Livramento.

Am folgenden Tag führte uns eine kleine, einfache Wanderung zum Aussichtspunkt „Os Balcões“, von wo wir eine unbeschreiblich schöne Aussicht genießen durften. Zum gemeinsamen Mittagessen ging es mit dem Bus weiter nach Santana. Der Ort ist bekannt für seine traditionellen strohbedeckten Häuser, die außerdem ein Wahrzeichen der Insel darstellen. Von Santana ging es schließlich vorbei am Adlerfelsen „Penha de Aguia“ und weiter nach Machico, dem ältesten Ort Madeiras. Nach einem Blick vom Aussichtspunkt „Ponta de São Lorenço“ fuhren wir schließlich an der Küste entlang zurück nach Funchal.

Schöne Aussicht, üppige Vegetation und herrliche Landschaften

An unserem letzten Tag unternahmen wir eine beschauliche Wanderung entlang der Levada da Serra. Auf leicht begehbaren Pfaden bestaunten wir erneut die üppige Vegetation der Insel und die herrliche Landschaft. Unsere Wanderung endete in Camacha, der Heimat der Korbflechter. Hier hatten wir die Gelegenheit wunderbare Flechtarbeiten aus Weide zu bewundern. Am Abend trafen wir uns alle zu einem gemeinsamen landestypischen Abschiedsessen in einem örtlichen Restaurant hoch über der Stadt. Mit regionalen Köstlichkeiten und einem fantastischen Blick über das nächtlich erleuchtete Funchal verabschiedeten wir uns von dieser einmaligen Insel, die sicher viele von uns ins Herz geschlossen haben.

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus zum Flughafen von Funchal, um unseren Rückflug anzutreten. Es regnete und stürmte bereits den ganzen Vormittag. Am Nachmittag waren die Wetterverhältnisse auf Madeira so schlecht, dass sämtliche Flüge gestrichen wurden und wir gezwungen waren, eine unbequeme Nacht auf dem Flughafen zu verbringen. So erreichten wir Düsseldorf erst über 20 Stunden später als geplant. Unserer guten Stimmung nach einer insgesamt tollen Woche auf Madeira tat dies jedoch keinen Abbruch.

Maike Sczuka

Tel: 05401 8922-95